Zeckenstiche und Borreliose: worauf Sie achten sollten

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Zeckenstiche und Borreliose: worauf Sie achten sollten
Wichtigste Punkte auf einen Blick

Zeckenstiche sind oft schmerzlos und leicht zu übersehen – genau deshalb verdienen sie Aufmerksamkeit. So erkennen Sie einen, entfernen eine Zecke sicher und bemerken die Warnzeichen einer Borreliose.

Anders als eine Mücke oder Wespe sticht eine Zecke meist, ohne dass Sie etwas spüren. Zecken setzen sich fest, saugen über Stunden oder Tage und können Infektionen wie die Borreliose übertragen. Weil der Stich schmerzlos ist, bemerken viele Menschen zuerst die Zecke selbst – oder einen Ausschlag, der später auftritt. Zu wissen, worauf Sie achten müssen, macht einen echten Unterschied.

Wie ein Zeckenstich aussieht

Ein Zeckenstich erscheint oft als kleine rote Erhebung, ähnlich einem Mückenstich, manchmal mit der noch festsitzenden Zecke. Zecken bevorzugen warme, verborgene Bereiche: die Kniekehlen, die Leiste, die Achseln, den Bund, die Kopfhaut und den Haaransatz. Nach Zeit im Freien in Gras- oder Waldgebieten lohnt es sich, diese Stellen sorgfältig zu prüfen.

Die Wanderröte bei Borreliose

Der mit einer frühen Borreliose verbundene Ausschlag heißt Erythema migrans (Wanderröte). Klassischerweise sieht er aus wie eine Zielscheibe – ein rotes Zentrum, ein helleres Ringfeld darum und ein äußerer roter Ring – und er breitet sich langsam über Tage aus. Wichtig: Nicht jeder mit Borreliose entwickelt eine lehrbuchhafte Wanderröte, und der Ausschlag juckt oder schmerzt nicht immer. Jeder sich ausbreitende Ausschlag nach einem möglichen Zeckenstich sollte ernst genommen werden.

So entfernen Sie eine Zecke sicher

  • Verwenden Sie eine feine Pinzette und fassen Sie die Zecke so nah wie möglich an der Haut.
  • Ziehen Sie mit gleichmäßigem, stetigem Druck nach oben – nicht drehen oder ruckartig ziehen, da sonst Mundwerkzeuge zurückbleiben können.
  • Reinigen Sie danach die Stichstelle und Ihre Hände mit Seife und Wasser oder einem Antiseptikum.
  • Vermeiden Sie „Hausmittel“ wie das Verbrennen der Zecke oder das Bedecken mit Vaseline.
  • Notieren Sie nach Möglichkeit das Datum und bewahren Sie die Zecke auf – das kann einem Arzt helfen, falls Symptome auftreten.

Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten

Wenden Sie sich an eine medizinische Fachkraft, wenn nach einem Zeckenstich eines der folgenden Dinge zutrifft:

  • Ein sich ausbreitender Ausschlag, besonders ein Wanderröte-Muster, rund um den Stich oder an anderer Stelle.
  • Grippeähnliche Symptome – Fieber, Schüttelfrost, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Gliederschmerzen – in den Tagen oder Wochen nach einem Stich.
  • Sie konnten die Zecke nicht vollständig entfernen, oder die Stichstelle wird zunehmend rot, geschwollen oder schmerzhaft.
  • Sie sind unsicher, wie lange die Zecke festsaß, oder Sie leben in einem Gebiet, in dem durch Zecken übertragene Erkrankungen häufig sind, bzw. haben ein solches besucht.
Bug Bite & Sting Identifier enthält ein eigenes Zeckenmodul mit Hinweisen zur Wanderröte bei Borreliose. Es dient nur zu Bildungszwecken – wenn Sie eine durch Zecken übertragene Erkrankung vermuten, suchen Sie umgehend einen Arzt auf.

FAQ

Wie lange muss eine Zecke festsitzen, um Borreliose zu übertragen?

Das Risiko steigt im Allgemeinen, je länger eine Zecke festsitzt, weshalb eine prompte, korrekte Entfernung wichtig ist. Wenn Sie sich Sorgen machen, wie lange sie an Ihnen saß, fragen Sie eine medizinische Fachkraft.

Bedeutet keine Wanderröte keine Borreliose?

Nein. Viele Menschen mit Borreliose entwickeln nie eine klassische Wanderröte. Grippeähnliche Symptome nach einem Zeckenstich rechtfertigen ärztlichen Rat auch ohne Ausschlag.

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